Eckpunkte des Mindestlohngesetzes – Ende der Minijobs?

Veröffentlicht am Freitag, 13. März 2015

Seit dem 1.1.2015 gilt in Deutschland nach dem Mindestlohngesetz (MiLoG) für Arbeitnehmer und die meisten Praktikanten ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € brutto je Zeitstunde. Die Einhaltung des Mindestlohns wird durch die Behörden der Zollverwaltung kontrolliert. Arbeitgeber haben die Melde- und Dokumentationspflichten zu erfüllen. Bei Verstoß kann ein Bußgeld verhängt werden und das Unternehmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen werden. Das MiLoG gilt unabhängig von der Qualifikation des einzelnen Arbeitnehmers. Die Regelungen des MiLoG machen den Mindestlohn im Allgemeinen und den Minijob im Besonderen zum Bürokratiemonster. Der Minijob war eigentlich so angedacht, dass auf unbürokratischem Wege eine (Neben-)Verdienstmöglichkeitgeschaffen wird. Die Praxis wird weisen, ob mit dem MiLoG das Ende des Minijobs eingeläutet wurde.

Unsere Empfehlung: Vorsicht ist insbesondere bei Fälligkeitsregelungen geboten. Der Mindestlohn darf nicht „linearisiert“ werden, d.h. die Zahlung darf das Produkt aus Stundenzahl und Mindestlohn des konkreten Monats nicht unterschreiten. Es wurden bereits Schwerpunktprüfungen für den Monat Juli in Branchen mit Mindestlohn in 2013 vorgenommen und hohe Bußgelder verhängt. Wir empfehlen, Systeme der Zeiterfassung und der Entgeltabrechnung an die neuen Vorgaben anzupassen. Für Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Verstößen gegen die Fälligkeitsregelungen sprechen Sie uns bitte an.

Mehr zum Thema: Im Rahmen des im Dezember erschienenen PKF Themenhefts Non-Profit-Organisationen „Mindestlohn und Arbeitnehmerüberlassung“ wurde auf mit dem Mindestlohn verbundene Fragen vertieft eingegangen.

Die Publikation steht Ihnen hier Zur Verfügung PKF Themen Mindestlohn

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